FLIP 2 – INCREAS

In den letzten zehn Jahren rückte das Europäische Kulturerbe immer mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Europäischen Kommission. Das Programm Kreatives Europa stimulierte und investierte in Initiativen wie die Kulturhauptstädte, das Europäische Jahr des Kulturerbes, das Europäische Kulturerbe-Siegel und andere. Eine Reihe von Berichten wie OMC und Strategien wie jene für das Europäische Kulturerbe des 21. Jahrhundert wurden entwickelt und veröffentlicht. Die inzwischen ein ziemlich klares Bild davon vermitteln, wohin das Kulturelle Europa in den kommenden Jahren gehen soll.
Die eigentliche Herausforderung zu diesem Zeitpunkt besteht darin, Maßnahmen zu ergreifen und das Vorgeschlagene in die Praxis umzusetzen. Dieses Pilotprojekt wird als perfekte Gelegenheit gesehen, mehrere in den letzten fünf Jahren ergriffene Maßnahmen fortzusetzen. – Aufbauend auf EU-Projekten wie MODI-FY, PRO-Heritage, RCIA, sowie dem Europäischen Kulturerbe-Siegel verliehen an die Union Lublin 2014 und die Hofburg Wien 2016. Derart wird ein starker Sektor geschaffen, der besonders das Baukulturerbe und Kreativwirtschaft zum beiderseitigen Nutzen kombiniert. Die Beschäftigungsmöglichkeiten werden erhöht und die Idee eines nachhaltigen Kulturerbes Europas gefördert.
Ein sachkundiges und kompetentes Konsortium, das sich aus Experten für kulturelles Erbe, Kreativ-Zentren und Vertretern der europäischen Regionen zusammensetzt, wird einen neu definierten Sektor für das kulturelle Erbe schaffen, indem es das derzeitige ESCO-System und das EU-Kompetenzpanorama überarbeitet und neu aufgebaut. Gleichzeitig wird eine Reihe von innovativen Weiterbildungs-Maßnahmen wie hochentwickelte digitale Kompetenz-Module entwickelt und umgesetzt. Ergänzt werden die Projektaktivitäten durch die Initiierung eines interaktiven Online-Lernspiels und Durchführung einer Reihe von Studienbesuchen, die die ebenfalls vorgesehenen Workshops, thematischen Konferenzen und internationalen Stakeholder-Meetings vertiefen.

Ein strukturiertes Austauschprogramm und Initiativen zur Erhaltung der traditionellen Handwerkskunst durch Einbeziehung junger Menschen, sollen das Überleben gefährdeter Fähigkeiten gewährleisten und das gebaute Kulturerbe bei seiner dauerhaften Pflege, Instandhaltung und Schutz unterstützen.
Ein einmaliges Ergebnis des Pilotprojekts wird ein Prototyp des Europäischen Kompetenz- und Gemeinschaftszentrums für Kulturerbe, kurz EUComp-Zentrum, sein, das in Mauerbach, AT, eingerichtet wird. Dabei wird der Schwerpunkt auf gebautem kulturellem Erbe liegen, da dies die Hauptkompetenzen von BHÖ und BDA sind. Es wird zeigen, wie solche Zentren einen starken Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der europäischen Regionen leisten können und gleichzeitig die dem Kulturerbe und der Kreativwirtschaft immanente kreative Kraft demonstrieren.
Zusammen mit den Erkenntnissen und Ergebnissen der ersten Phase von FLIP1, die sich mit Finanzen, Innovation und Patentierung befasst, wird dieses Pilotprojekt das Potenzial des (neuen) Sektors abrunden und Akteure und politische EntscheidungsträgerInnen auf einen erfolgreichen Weg führen: ein Europa, das stolz seine große Vergangenheit präsentiert, sich des wirtschaftlichen Potenzials derselben bewusst ist und in der Lage, all dies seinen Menschen und dem Rest der Welt zu beweisen.

Involvierte Partner:

  • Burghauptmannschaft Österreich
  • Asociación Española de Gestores de Patrimonio Cultural
  • Stadt Lublin
  • CUEBC
  • MRA The Hungarian Renaissance Foundation
  • Národný Trust, n. o.
  • European Certification & Qualification P8 Association GmbH
  • Bundesdenkmalamt
  • Marktgemeinde Mauerbach
  • Land Niederösterreich (Abteilung für Kultur)
  • Unternehmensberatung Wagenhofer GmbH

mehr zu den Partnern finden Sie hier

Kofinanziert durch die EU-Kommission – Generaldirektion für Bildung, Kultur, Jugend, Sprachen und Sport

Event Details
Lernspiele

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